Unsere FSJlerin Wendy verabschiedet sich – Ein Rückblick

Unsere FSJlerin Wendy verabschiedet sich – Ein Rückblick

Irgendwas mit Betriebssystem. Irgendwas mit Passwort. Irgendwas mit Ordnern. Irgendwas mit Programmen. Mein erster offizieller Arbeitstag an der Primo startete direkt mit Fragen zu dem Computer, den ich den Rest des Schuljahres nutzen sollte und empfangen wurde ich dabei von zwei Schülern, die vermutlich nach nur wenigen Minuten gewusst haben, dass ich von allem was sie mir da erzählen eigentlich keine Ahnung hatte.

Schüler*innen die plötzlich da sind und einfach drauf los reden, als hätte man das Jahr schon hinter sich, das ist mir am meisten im Kopf hängen geblieben. Dabei war ich doch sozusagen einfach mal eben so hineingestolpert in diese Schule. Eine der wenigen schulfremden Freiwilligendienstleistenden, wurde mir erzählt.

11982541_1013333262032076_310637750_oBereits im ersten Monat überrumpelte ich mich selbst mit meiner Vorstellung in allen 5.-7. Klassen und einem Filmabend. Dazu kam direkt noch eine Sitzung der Gesamtelternvertretung und ein Treffen des Fördervereins. Ab und an verlief ich mich noch in Haus B und in Haus A blickte ich vorerst garnicht durch, vorallem im angeblichen Lehrer*innenzimmer.

Währenddessen bereitete ich bereits den Spendenlauf vor, der seit einiger Zeit am Anfang des Schuljahres stattfindet und unterstütze die SV bei der Vorbereitung der Schüler*innenvollversammlung und der dazugehörigen Wahl. Glücklicherweise bekam ich dabei viel Unterstützung von Seiten des Fördervereins und von einigen Schüler*innen. Das hinderte mich leider nicht daran, an diesen Tag selbst krank zu sein.

Nachdem das vorbei war hielt ich den Schülerklub und mich mit ein paar Kuchen über Wasser und im Gedächtnis der Kuchenliebhaber*innen. Kaum aufgeatmet folgte auch bereits der Beginn der Schulfestplanungen, die sich über mehrere Monate zogen und die mich so manche ruhige Nacht kosteten. Aber um mich nicht alleine daran festzuhängen konnte ich mich gleich über zwei Leseabende freuen. Besonders gerne denke ich dabei an den zweiten im Juli, der zwar leider weniger Besucher*innen hatte, aber dafür wieder schöne und persönliche Geschichten, darunter auch die einiger Wlilkommensschüler*innen, leckeres Essen und eine bequeme Atmosphäre.

Gerne denke ich auch die zwei Fahrten über je ein Wochenende mit ein paar Schüler*innen. Zuerst zu Projektplanung und anschließend zu Kommunikation. In beiden Fällen wurden wir von unserem Teamer Georg begleitet, der sich bei der zweiten Fahrt sogar nur mit Nahrung bezahlen lies, was uns viel Erleichterung brachte. Jeder half mit, jeder war beteiligt und alle kamen ins Gespräch. Es gab gemütliche und auch laute Abende mit Werwolf und Tabu, viel Essen, tolle Ideen, anregenden Austausch, Wertschätzung bis zum umfallen und viel Vorfreude auf eine weitere Fahrt. Die Feedback-Zettel habe ich immer noch und werde sie noch eine Weile behalten.

Zusätzlich lernte ich am Ende des Jahres noch dank Nele, einer inzwischen ehemaligen Schülerin, das Maxim kennen. Der Kinder- und Jugenklub in der Charlottenburgerstraße. So viele nette und offene Menschen auf einem Fleck können einen auch erstmal einschüchtern, aber der Besuch lohnt sich und Kooperationen für Projekte noch viel mehr.

Zum wirklichen Ende des Schuljahres überfiel mich dann auch endlich das Schulfest zum Motto “90er Jahre” und ich bin immer noch begeistert welche Aktionen dort vertreten waren und wie viel Mühe sich an diesem Tag alle gaben. Es war bunt, es war laut, es war wunderbar.

 

Wenn ich an meine Zeit an der Primo denke, dann denke ich also an lange Nachmittage die einem garnicht so lang vorkamen, an Kuchenverkäufe bei denen trotz Skepsis sogar der vegane Kuchen leer wurde, Frustration bei einem Mangel an Mate, zwei unglaublich produktive und schöne Fahrten mit tollen Schüler*innen, zwei wundervolle Leseabende und natürlich auch ein nervenzerreibendes und gleichzeitig buntes und traumhaftes Schulfest.

Vorallem denke ich dabei aber auch an die ganzen Menschen, die mir während dem Jahr Gesellschaft leisteten und halfen.

Sabine Fritsch war eine wundervolle Ansprechperson und hatte immer ein offenes Ohr. Frau Büttner war immer bereit sich meine Fragen anzuhören und für einen kleinen Plausch gerne bereit. Frau Schuhmacher war offen für Ideen und Vorhaben. Der Getränkelieferant wusste mit schlecht gelaunten Nachbarn umzugehen und sie zu ertragen. Frau Herbst steckt unglaublich viel Energie in die Willkommensklasse und ist dabei noch so offen für Ideen und kleine Impulse. Das gesamte Team vom Freiwilligen Jahr Beteiligung, die so mutig und erfolgreich in dieses Jahr gesprungen sind.

Aber ein Jahr an einer Schule lebt einfach von Schüler*innen und alle die im Schülerklub oder bei Veranstaltungen vorbeischauten waren dort genau richtig. Vorallem aber ein riesiges Danke an…

Leonard, der so viele Dinge macht, so viele Dinge kann und einem auch zur Seite steht, wenn er eigentlich schon völlig überarbeitet ist. Brian und Erik die mich bei Technikangelgenheiten unterstützt haben, von denen ich einfach keine Ahnung hatte. Gustav und Duc mit ihren gestalterischen Fähigkeiten, ohne die so manches Plakat und Logo nicht so ansprechend geworden wäre. Marie, die den Kontakt mit der Willkommensklasse erst angestoßen hat und mich zusammen mit Anke beim Leseabend im Juli voller Ideen begleitet hat. Die Schüler*innen der Willkommensklasse, die sich auf den Leseabend eingelassen haben, ihre Geschichten mit uns geteilt haben und hoffentlich gerne öfter im Schülerklub vorbeischauen werden. Paul, der immer gute Laune verbreitet hat und den Schulsanitätsdienst ins Leben gerufen hat. Thess, die ich erst kurz vor den Sommerferien kennenlernen durfte und die gleich das Gefühl vermittelte, sie wäre das Schuljahr über nicht in China gewesen.

Und bevor ich noch mal so viele Namen aufzähle: Einfach danke an alles, die dieses Jahr so schön gemacht haben.

Es war einfach gut.

 

 

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